Die nächsten Wochen und Monate werden nicht leicht, aber du wirst da durchkommen, auch wenn du es jetzt vielleicht noch nicht glaubst. Du bist stärker, als du es dir jetzt vorstellen kannst.
Hätte ich mein Wissen von heute schon vor zwölf Jahren gehabt, als ich das Ende meiner Ehe durchstehen musste, wäre ich sehr dankbar gewesen. Ich habe damals sehr gelitten, und es hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Durch falsche Gedanken und den völlig falschen Fokus hat der ganze Liebeskummer länger gedauert, als nötig. Ich weiß also, wie es dir jetzt gerade geht.
Es wird besser
Diese Schmerzen in der Brust und im Bauch, die du seit der Trennung spürst, werden vergehen. Bei mir hat es über sechs Monate gedauert. Oft bin ich morgens aufgewacht und dachte: „Oh, wie schön, es ist weg!“ Doch kaum im Bad angekommen, waren diese Druckschmerzen wieder da. Als ich gar nicht mehr damit gerechnet hatte, war es plötzlich vorbei. Mir sind vor Freude ein paar Tränen gelaufen.
Lerne dem Prozess zu vertrauen
Wirklich! Es klingt geschwafelt, und vielleicht willst du das auch grad nicht hören, aber es geht am Ende alles seinen Gang. Ich habe damals voll auf das Prinzip der Verdrängung gebaut: Arbeit, Party und ein Freundeskreis, so groß wie möglich, um ja immer jemanden zu haben, der mich ablenkt. Das war keine gute Idee!
Liebeskummer fühlt sich an wie Drogenentzug
Liebeskummer hat tatsächlich ähnliche Effekte wie ein Drogenentzug. Der französische Arzt Michel Odent beschreibt, dass die Produktion von Serotonin versiegt und andere „Glückshormone“ wie Dopamin und Phenylethylamin drastisch absinken. Dieser chemische Umbruch erklärt, warum du dich emotional so aus der Bahn geworfen fühlst.
Vermeide den Kontakt zu deinem Ex-Partner
So schwer es auch fällt, du musst den Kontakt vermeiden. Lösche die Nummer, trenne alle Verbindungen in den sozialen Medien, entferne gemeinsame Fotos, Chatverläufe und Erinnerungen. Mit Kindern ist das schwieriger, aber du kannst Familie und Freunde bitten, den Kontakt mit deinem Ex bezüglich der Kinder am Anfang zu übernehmen. Es ist so wichtig, dass du Emotionen nicht auf die Kinder projizierst, denn sie können nichts dafür und brauchen euch beide.
Nimm dir die Zeit, die du brauchst
Du hast das Bedürfnis, dich für ein paar Tage unter der Bettdecke zu verkriechen? Dann mach das! Ein paar Tage sind völlig okay. Weine, schreie und lass deinen Gefühlen freien Lauf. Wenn du Wut, Druck oder Stress verspürst, hilft eine intensive Sporteinheit, bei der du dich so richtig verausgabst. Danach gönn dir eine ruhige, gemütliche Zeit und mach dich zur Hauptrolle deines Lebensfilms – jeden einzelnen Tag. Ja, das ist schwer, besonders wenn du Verpflichtungen hast, aber denke daran:
Du kannst für niemanden da sein, wenn es dir selbst nicht gut geht
Deine Kinder brauchen dich, du musst auf der Arbeit funktionieren und für andere da sein. Aber wenn du dich selbst vernachlässigst, kannst du irgendwann nicht mehr. Gib dir jetzt die nötige Aufmerksamkeit und Sorge, bevor die Belastung überhandnimmt.
Du wirst das schaffen, auch wenn du jetzt noch nicht weißt, wo du anfangen sollst. Mit Geduld, Zeit und dem Vertrauen in dich selbst wird der Schmerz vergehen. Eines Tages wirst du wieder lachen und Freude empfinden – du musst nur daran glauben und ein bisschen mithelfen. Du bist stärker, als du denkst!



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